Kuchen

Striezel nach standard

500 g Mehl (glatt)
250 ml lauwarme Milch (original "lauhwarme")
1 Würfel frische Germ
60 g Zucker
1 Ei
Prise Salz
100 g zerlassene Butter oder Margarine
(50 g Rosinen )
Für die Glasur:
1 Eigelb
Hagelzucker oder Mandelbätter

Zubereitung mit "kalter Führung"

Am Vorabend zwei Drittel des Mehls in eine Schüssel sieben, eine Mulde eindrücken. Germ zerbröckeln, mit etwas Zucker und ein wenig lauwarmer Milch gründlich in der Mehlmulde verrühren. Dann etwa 10-15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, ...
... die Menge sollte sich zumindest verdoppeln.

An den Rand den restlichen Zucker, die restliche Milch, das Salz, das Ei und das zerlassene, lauwarme Fett geben. Alles mit Knethaken kräftig schlagen, bis der Teig Blasen bekommt ...

... und sich von der Schüssel löst. Das restliche Mehl und, wenn's beliebt, die Rosinen unterkneten.

Dann die Teigmenge halbieren. Aus der einen Hälfte drei Stränge von 35 cm Länge formen und diese zu einem Zopf flechten. Aus zwei Drittel der übrigen Teighälfte ebenfalls drei Stränge von 35 cm rollen und einen kleineren Zopf flechten, den auf den größeren setzen. Aus dem letzten Teigrest zwei Stränge von 35 cm Länge formen, diese wie eine Kordel ineinenader schlingen und obenauf legen.

Den Zopf auf ein bemehltes, großes Brett (oder auf ein mit Backpapier belegtes Blech, falls dieses in den Kühlschrank passt) setzen, in eine große Plastiktüte stecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am anderen Morgen den Zopf in der warmen Küche noch mal ca. 20- 30 Minuten gehen lassen. Am einfachsten stellt man den Striezel auf einer Unterlage mit Tuch bedeckt auf eine Heizung. Mit dem Eigelb bestreichen und nach Wunsch mit Hagelzucker/Mandelblättchen bestreuen.

Im vorgeheizten Ofen auf der untersten Schiene bei 200 Grad ca. 25-30 Minuten backen.

http://derstandard.at/?url=/?id=1995186

Für Anwender in Venezuela, Kolumbien oder im Irak darf ich das Rezept aus dem Standard insoweit ergänzen, als ich informiere, dass ein Würfel frische Germ in Österreich 42 Gramm (4,2 dag) schwer ist. Für unsere bundesdeutschen Nachbarn darf ich weiters ergänzen, dass das Wort "Germ" in Österreich für "Hefe" verwendet wird.
Auch will ich darauf hinweisen, dass mit Ei wohl das Standard-Ei von 50g (ohne Schale) gemeint ist. Im Standard-Ei wird in der professionellen Küche mit den Bestandteilen 20g Eigelb und 30g Eiweiß gerechnet (obwohl in den meisten Eiern das Eigelb nur zwischen 16 und 18 g hat).

Zuguterletzt darf ich noch anmerken, dass mit der "lauhwarmen Milch" im Originalrezept vermutlich "lauwarme Milch" gemeint sein dürfte.




 

 

Fragen und Kommentare zu diesem Eintrag

Laura: 2. November 2011

Hallo Herr Fred!
Danke für dieses wunderbare Rezept!
Ich hab ihn vorhin gebacken und er ist so flaumig und absolut köstlich!

Liebe Grüße aus Mistelbach
Laura S. 


Wilhelm Mindler: 6. August 2010

Danke fuer die Information ueber die Mengenangaben.\\Aber eine Frage bleibt offen:

ich sitze hier in Venezuela und frage mich wieviel
1 Wuerfel Germ ist !!!

Vielen Dank fuer ihre Seite 

Antwort: Fred Zimmer: 9. August 2010

Ja, das hat man davon, wenn man "fremde" Rezept veröffentlicht. Der Standard hat wohl seine Rezepte mehr für Menschen geschrieben, die in Österreich einkaufen können. Ich ergänze für Sie aber gerne: 1 Würfel Germ hat in Österreich 42 gramm - also 4,2 dag - und ist keine Trockenware.

Für mehr Hintergrundinformation betreffend die Hefe - und auch die Erwähnung der 42g Handelsform darf ich auf

http://de.wikipedia.org/wiki/Backhefe

verweisen. Aber das haben Sie sicher selbst schon längst gefunden ... 




 


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